Was ist Glück?

Was hat Glück mit einer Fabrik zu tun? Und mit Feigen Muffins? Achtung, hier kommt Werbung für ein tolles Museum, eine alt eingesessene Firma, die ich mit Begeisterung besuchen durfte und fürs Glück an sich! Wer hier klickt, bekommt die Geschichte, dank Karla von koziol, auch in einer wirklich tollen Übersetzung in Englisch zu lesen,…

Kann man Glück anfassen, festhalten, erzwingen, darum bitten, pachten, verspielen, eintauschen, erhoffen, haben?

Was passiert wenn es uns verlässt? Wir kein Glück mehr haben? Haben wir dann automatisch Unglück? Sind wir dann unglücklich, oder merken wir das gar nicht, besser, gar nicht mehr?

Wie sehr sind wir in unserer Mühle des Lebens gefangen, dass wir noch merken, ob wir Glück haben? Können wir das eigentlich richtig wert schätzen?

Vor einigen Wochen war ich eingeladen. Ich durfte mir, zusammen mit Harriet von Lexiconlove.com eine richtige, echte, beeindruckende Glücksfabrik anschauen. Die Firma koziol hatte die Pforten zum Museum, exklusiv für uns, außerhalb der regulären Öffnungszeiten, geöffnet. Auf den Termin freute ich mich ja schon seit der Tendence 2016,…

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Jeder von uns kennt koziol,

beziehungsweise deren Produkte. Doch kennen Sie die Geschichte, die Gedanken, die hinter dem großen Plastikwarenhersteller aus Erbach im Odenwald, steht? Wissen Sie, warum koziol einzigartig ist? Warum die Glücksfabrik ihren Namen zurecht trägt? Also, ich wusste das nicht, das muss ich ehrlich gestehen,…

Vollkommen anders, als der uns allen bekannte Hersteller für Plastikküchenausstattungen aus den USA, ist die Firma koziol ein Familienunternehmen. Gegründet von dem Töpfermeister Bernhard Joseph Koziol, immer geführt in Familienhand, sozial engagiert, kreativ und stets bemüht den Mitarbeitern ein „wir“ Gefühl zu geben.

Im März 1912 zog der 1878 in Schlesien geborene Bernhard Koziol, auf der Suche nach seinem persönlichen Glück, mit seiner Familie, nach Erbach im Odenwald, um dort die gräfliche Kunsttöpferei zu übernehmen. Das Wissen, dass er aus den Kaiserlichen Majolika Werkstätten in Cadinen, mitbrachte, seine Kreativität, Neugierde und sein Mut machten ihn zu einem Innovator, der seiner Zeit bisweilen weit voran war. Im Museum kann man originale Stücke aus diesem Abschnitt seines Lebens betrachten.

Einige Schritte weiter, einige Jahre später in der gezeigten Zeitlinie, befindet man sich in der Welt der Elfenbeinschnitzereien. Denn in Erbach war nicht nur die Kunsttöpferei angesiedelt. Erbach galt dank dem Grafen Franz I. zu Erbach (1754–1823) als „deutsche Elfenbeinstadt“. Das natürliche Material wurde über 200 Jahre dort bearbeitet.

Bernhard Koziol

hatte, nachdem er diese Kunst erlernt hat, in seiner Schlafkammer eine Nähmaschine umgebaut und diese zur Bearbeitung des weißen Goldes umfunktioniert. Das Gespür für den Markt und seine eigener Schaffensdrang, gemischt mit einer Portion Glück, zeigte ihm den Weg zur Schnitzerei. Am 27. November 1927 gründete Bernhard Koziol seine eigene Elfenbeinschnitzerei als Ein-Mann-Unternehmen. Es ist eindrucksvoll, das Rohmaterial, die Werkzeuge, den Schmuck und Miniatur-Figuren aus Elfenbein aus dieser Zeit zu sehen. Zu überlegen, wie er sich wohl gefühlt hat, unsicher, ob seine Arbeiten gut ankommen würden, er seine Familie weiterhin gut ernähren könnte.

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In der Weltwirtschaftskrise 1929

stand Bernhard Koziol vor dem Problem, dass das Elfenbein, sein Rohstoff für seine filigranen Arbeiten, immer rarer und teurer wurde. Hier war wieder Mut und Ideenreichtum gefragt. Bernhard Koziol rief wieder sein Glück an, glaubte an sich und seine Arbeit und fand schließlich Galalith, ein Kunststoff der aus Milch gewonnen wurde. Dieser konnte, ähnlich wie Elfenbein, geschnitzt werden.

Doch Bernhard Koziol hatte andere Ideen, Vorstellungen. Er wollte effektiver, zeitsparender und günstiger herstellen können, um der immer größer werdenden Konkurrenz voraus zu sein.

So entwickelte er über viele Jahre eine Spritzgießmaschine, heimlich, im Keller seines Privathauses. 1935 konnte so bei koziol erstmals Schmuck aus vollsynthetischen Kunststoffen hergestellt werden. Die Maschine, die wir im Museum sogar anfassen durften, ist ein genauer Nachbau der damals gefertigten Maschine. Die Auszubildenden der Firma konnten hier ihr Können unter Beweis stellen und Historie mit modernem Fachwissen verbinden.

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Die in Metallmodeln

gepressten Kunstwerke, Broschen mit Blumen- und Tiermotiven, wurden alle von Hand koloriert und perfektioniert. Im Museum kann man einige der zig tausenden von Modeln anschauen, anfassen. Und wirklich spannend finde ich ja, dass die Firma jede Form, die Bernhard Koziol damals hergestellt hatte, immer noch hat und auch benutzen kann! So könnten jetzt Dinge hergestellt werden, die 1936 zum Beispiel gefragt waren! Auch die Maschinen heute ähneln der, die 1935 im Keller des Firmengründers stand. Sie sind nur ein ganz klein wenig größer geworden,…

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Nach wie vor bin ich im übrigen der Meinung, dass das eine tolle Idee für ein Weihnachtsgeschenk wäre. Einige weiße, damals verwendete Motive, plus ein paar Farbtöpfchen und Pinselchen, hübsch verpackt, als DIY Präsent. Ähnlich wie Malen nach Zahlen, oder Modellbau,…

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Wieder ein paar Schritte weiter

in unserer Zeitreise befinden wir uns mitten im 2. Weltkrieg. Hier stellte koziol Schmuck her, der im Dunkeln leuchtet, und produzierte Millionen von Abzeichen für das Winterhilfswerk. Ende 1940 wurde die Produktion von Schmuck endgültig untersagt, es durften nur noch kriegswichtige Güter produziert werden. Bernhard Koziol war bestimmt verzweifelt, hatte er doch mittlerweile viele Mitarbeiter, für die er die Verantwortung trug und wollte sein Lebenswerk nicht aufgeben. Daher produzierte er kurzerhand Kämme, Knöpfe, Besteck, Augengläser für Gasmasken und Zündvorrichtungen für V2 Raketen.

Nach dem Kriegsende galt es, die nächste Hürde zu meistern, war das Kunststoffgranulat für die Produktion jetzt nicht mehr zu bekommen. Hier half wieder der Erfindergeist, sein Glück und eiserner Wille. Bernhard Koziol kaufte von der Firma Röhm in Darmstadt Bestände unbenutzter Flugzeugkuppeln aus Plexiglas auf und fertigte daraus Servierplatten, Armreifen und Broschen, die man im Museum zu Hunderten bewundern kann.

Eine meiner Lieblingsstationen im Museum ist definitiv die

Souvenir Maschine.

Der Wirtschaftsaufschwung der Nachkriegszeit und die zunehmende Motorisierung weckten die Sehnsucht nach fernen Orten. Die Menschen befanden sich im Reisefieber, wollten den Daheimgebliebenen zeigen, wo sie waren, oder sich schlicht später daran erinnern. Souvenirs spiegelten die Aufbruchsstimmung wider und zeugten von Besuchen naher und ferner Sehnsuchtsorte.
Bernhard Koziol erkannte diesen Trend und steuerte seinen Teil zum Glück, in Form von populären Souvenirartikel wie Broschen, Wandtafeln, Wechselbilderrahmen und Traumkugeln in alle Welt, bei. Ich fand es spannend, wie damals Kunden ihre Motivwünsche bestellten. Es ging bei koziol meist eine Postkarte, mit einer Abbildung des jeweiligen Ausflugsziels, sagen wir mal einem Schloss, der gewünschten Größe und der Anzahl, ein. Einige Wochen später wurde ausgeliefert. Man kann hier die „Bestellformulare“ mit den jeweiligen Souvenirs anschauen und findet dort sicherlich das ein oder andere bekannte Motiv.

Spektakulär

ist auch der VW Käfer in dem jeder Besucher Platz nehmen darf. Es ist der Originalkäfer, aus dem Besitz von Bernhard Koziol. Die Geschichte dazu besagt , das er 1952 durch den verschneiden Odenwald fuhr. Plötzlich war der Schnee zu hoch und er blieb in einer Schneewehe stecken. Als er beim Rangieren durch das Rückfenster ins Dunkel schaute, entdeckte er zwei Rehe im Winterwald. Ein stilles Bild, magisch, wie die Tiere im winterlich weißen Wald standen und die glitzernden Schneeflocken auf sie herab rieselten. Er muss davon sehr ergriffen gewesen sein, denn er wollte dieses Gefühl, diese erhabene Szene fest halten, konservieren. So wurde wieder getüftelt und versucht, bis er schließlich mit seiner Arbeit zufrieden war. Er hatte die erste Traumkugel der Welt erfunden.

Witzig ist, dass man sich in dem Käfer „blitzen“ lassen und so ein Foto als Erinnerung mitnehmen kann.

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In der Wirtschaftswunder Maschine

fand ich einige Haushaltsgegenstände, Blumenvasen und andere Dinge, die der ein oder andere von uns, sicherlich bei den Eltern, noch live im Haushalt finden kann oder konnte. Die Maschine ist eine riesige Jukebox, die ein buntes Sammelsurium aus der Zeit des Wirtschaftswunders anbietet. Die Entbehrungen waren vorbei, das Glück war endlich wieder zum Greifen nahe. koziol war inspiriert vom futuristisch anmutenden Amerika. Endlich wieder herrschte pure Schaffensfreude, wunderbar wieder gespiegelt in Partyspiesschen, Bowlesets und vielem mehr.

Hier kann man auch einen typischen Arbeitsplatz bei koziol mit Maschine, Spind und Werkbank anschauen. Da uns Katrin die ganze Zeit wunderbar durch die Ausstellung führte, öffneten wir die Türen der Spinde nicht. Das nächste Mal mache ich das aber, denn dort kann man Zeitzeugen-Interviews ehemaliger koziol-Mitarbeiter anhören. Wie cool ist das denn?

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In den wilden Siebziger,

ja da hätte ich auch viel Spaß gehabt. So kann man das als Museumsbesucher, zumindest hier in der Glücksfabrik, auch haben. Die Deutschen gewöhnten sich an ihren Wohlstand, es wurde gefeiert und es sich zu Hause gemütlich gemacht. Cocooning würde man es heute wohl nennen,… Ein Partykeller gehörte damals zum guten Ton, den musste man einfach haben. Ich kann mich noch an den bei einer Freundin erinnern. In den damals typischen Rot- und Orangetönen gehalten, mit einer Bar, einer Jukebox und Diskokugel. Im Museum fand ich einiges davon wieder; Accessoires für die Hausbar, Vasen in Porzellanoptik und sinnige Spruchtafeln. Und sehr zu unserer Erheiterung legten Katrin und Harriett prompt mit einem Karaoke Schlager der 70er los. Jetzt noch ein Getränk mit einem Schirmchen,… Solch ein Museum mag ich!

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In den 1980gern

war Ihre Frau B. zwar noch nicht sonderlich groß, aber an die Neue Deutsche Welle kann ich mich trotzdem gut erinnern. Von der Mode über Frisuren bis zum Produktdesign wurde alles asymmetrisch, grell und leicht unterkühlt. Aerobic mit Stringstanga über der Leggings und Stirnband, Pacman und Rambo, La Boum, Dschingis Khan, Roland Kaiser, Queen und Nena.

Hier übernahmen die Söhne Stephan und Bernhard koziol jun. die Firma. Sie stellten das Produktsortiment radikal um und sprachen damit ein junges, dynamisches Publikum an. Sie setzten zielsicher auf die Verbindung von Design und Kunst.
Kunst sollte alltagstauglich, mit dem Leben verbunden, für jeden erschwinglich sein. Das CD-Regal MANHATTAN TOWER, die verrückte Kühlbox BIG BANANA und die HERZ-Kollektion waren die damaligen Verkaufsschlager.

Für die Good Maschine

haben wir nicht so viel Zeit aufgewendet, wie sie verdient hätte. Sie erzählt vom „Made in Germany“ und warum koziol nach wie vor in Deutschland produziert, wie Hightech und Nachhaltigkeit zusammenhängen und wie ein Prototyp entsteht. Durch Katrin hatten wir ja diese Informationen schon während unserer Tour immer wieder bekommen. Hier sind auch die verschiedenen Kunststoffe zu finden, die in der Produktion von koziol Produkten Verwendung finden. Plastik ist nämlich nicht gleich Plastik, durfte ich lernen. Jedes Produkt wird aus dem passenden Kunststoff hergestellt. Eine Neuigkeit aus dem Hause koziol ist unter anderem die Verwendung eines Kunststoffes der aus 100 % nachwachsenden pflanzlichen Rohstoffen gewonnen wird.

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Im Gegensatz

zu herkömmlichem Polyethylen wird Green PE nicht aus Erdöl sondern aus Zuckerrohr hergestellt. Es ist zu 100% recyclingfähig. Da Zuckerrohr beim Wachsen CO2 aus der Atmosphäre aufnimmt, ist hier ein weiterer positiver Effekt zu verzeichnen.

Wie geht das? Basis des neuen Herstellungsprozesses ist Zuckerrohr. Einzellige Hefepilze vergären dessen süßen Pflanzensaft zu Ethanol. Die anschließende chemische Umwandlung des Alkohols in den Kunststoffbaustein Ethylen und dessen Vernetzung zu Polyethylen erfolgt bei niedriger Temperatur und geringem Druck. Die nötige Prozessenergie liefert das Stroh des zuvor ausgepressten Zuckerrohres, die sogenannte Bagasse.
Durch die komplette Verwertung des Rohstoffes sieht die Ökobilanz der Bioplastikproduktion nach Angaben der Hersteller geradezu vorbildlich aus: Anstatt CO2 freizusetzen, bindet die Herstellung einer Tonne des grünen, recycelbaren Kunststoffes sogar zwischen 2,1 und 2,5 Tonnen des Treibhausgases. Wasser ist der einzig verbleibende Abfallstoff.

Wow,

also ich finde das Thema ja unglaublich spannend. Schließlich ist Polyethylen der meist verwendete Kunststoff weltweit!

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Besonders spannend an koziol finde ich, dass jeder Besucher in die Produktionshalle gucken kann. Es riecht nach warmen Plastik, man kann hautnah erleben, wie die Artikel entstehen, die Arbeiterinnen und Arbeiter mit den Maschinen und Kollegen umgehen. Harriet und ich durften sogar hinein gehen und mal selbst ein BOA Flaschenregal aus dem Wasserbad, in das es per Hand nach dem Pressen, gelegt wird, heraus holen.

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In der Produktionshalle

konnten wir auch staunend die größeren Druckformen begutachten. Es macht schon einen Unterschied, ob Sie eine Brosche pressen, oder eine Tasche, meinen Sie nicht?

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Nach all den interessanten,

spannenden, erstaunlichen und manchmal auch witzigen Fakten legten wir eine Pause ein. Ich hatte extra für meinen Besuch bei koziol Muffins gebacken. Als Mitbringsel, weil leckerer Kuchen einfach immer gut ist,… Mit einem Hauch Thymian, Mohn, Schokolade und Feigen. Süß, saftig, überraschend und einzigartig,… Stilecht von koziol Tellern gegessen, den Cappuccino in koziol Tassen serviert.

Wenn Sie sie nach backen wollen, nur zu, das Rezept ist denkbar einfach!

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Zutaten

250 g Mehl

50 g Müsli (möglichst klein geschreddert)

40 g Mohn

2 TL Backpulver

90 g Zucker

3 EL Vanillezucker

1 Prise Salz

1/2 TL getrockneter Thymian

100 g Schokolade (in kleine Stücke gehackt)

125 g Butter

125 g Ricotta

125 g Joghurt

3 Eier

125 g Ricotta

125 g Joghurt

1 EL Orangenmarmelade

2 EL Honig

50 g Schokolade (fein gehackt)

1 EL Vanillezucker

1 Ei

6 Feigen (in 1/8 Stücke geschnitten)

2 EL Pistazien (gehackt)

Zubereitung

Backofen auf 180° Umluft vorheizen. Muffinförmchen vorbereiten.

Mehl, Müsli, Backpulver, Mohn, Zucker, Vanillezucker, Salz, Thymian in einer Schüssel mischen.

Die Butter schmelzen. Ricotta, Joghurt, 3 Eier Schokolade und Butter vermischen.

Buttermischung mit der Mehlmischung verrühren (dazu ist ein Kochlöffel ausreichend).

In einer weiteren Schüssel Ricotta, Joghurt, Honig, Vanillezucker, Orangenmarmelade, das Ei und die Schokolade zu einem Cheesecake Toipping verrühren.

In die Muffinförmchen erst den „Mehlteig“ geben (ca. 2 EL), dann 1 EL vom Cheesecake Topping darauf setzen.

Jetzt jeweils eine halbe Feige in Achtel geschnitten darauf geben.

Die gehackten Pistazien darüber streuen und ca. 20 Minuten backen.

Wenn gewünscht mit Puderzucker bestäuben.

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All die negativen Informationen,

die uns fast täglich in den Medien berieseln, denken Sie mal an die Horrormeldungen über die giftigen Crocs-Plagiate aus China,… Der klägliche Versuch vieler Firmen, den Werkstoff Plastik wie etwas anderes wirken zu lassen. Fake zu sein, ungesund, Umwelt verschmutzend, nicht umweltpolitisch korrekt.

Das hat koziol alles hinter sich gelassen.

In der Fabrik läuft niemand mit Masken herum, die sind nicht nötig. Es gibt hier keine Weichmacher, keine versteckten fiesen Inhaltsstoffe, es wird so wenig Abfall wie möglich produziert, auf Nachhaltigkeit wert gelegt. Innerhalb der Produktion und auch im Betrieb selbst.

Hier werden Produkte für alle Lebenslagen hergestellt. Als Kunst die uns überall im Alltag begleitet. Robust und stabiler als manche anderen Werkstoffe das könnten.

Designer aus aller Welt arbeiten hier kreativ, teils in Erbach, teils von dort wo sie leben, zusammen. Es werden zeitgemäße Produkte designt, neue innovative Materialien entwickelt, entdeckt, verwendet.

koziol stellt Kunst aus Kunststoffen her.

Recycelbar, mit der Wiederverwendung jedes noch so kleinen Abfallfitzelchens.

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Die Scheu vor dem Rohstoff

„Plastik“, die Angst vor den Weichmachern, die Vorurteile, die sich zumindest ein ganz klein wenig in meinem Kopf befunden hatten, weichen hier einer spannenden, transparenten Idee. Einem hochinteressanten Material, mit Eigenschaften die nur schwer zu imitieren sind.

koziol möchte nicht kopieren, es ist einzigartig, regt unsere eigene Kreativität an.

Am Ausgang des Museums befindet sich der Designgenerator. Hier hätte ich stundenlang bleiben können. Durch versteckte Technik können die Besucher diesen weiß gestalteten Bereich, durch Bewegungen einfärben. Fließend wechseln die Farbspektren, in der eigenen, vorgegebenen Geschwindigkeit. Das macht Spaß, also wer hier nicht lacht, ist selber Schuld!

Bei diesem Besuch

in der Glücksfabrik habe ich mir leider die Leuchtinstallation von Maria Christina Hamel aus Mailand, nicht angesehen. Ich denke, die Geschichte, der Sinn dahinter ist sicherlich einen weiteren Besuch und einige Worte wert.

 Hier möchte ich zum Glück

am Anfang des Artikels zurück kommen. Ich weiß nicht, ob es glücklich macht, einen CORA Schmuckorganizer, eine KASIMIR Reibe, TWEETIE Gemüsebürste, eine MIAOU Toilettenbürste zu besitzen. Sie sind witzig, bringen Spaß in die täglich zu verrichtenden Arbeiten.

Oder VIRGIN, eine Skulptur der Maria mit Jesuskind. Hier fühlte ich mich ins Haus meiner Oma versetzt. Hatte sie eine Figur des heiligen Florian im Treppenhaus, zum Schutz gegen Feuer und die Marienstatue stand im Schlafzimmer, auf der Frisierkommode. VIRGIN ist modern, puristisch strahlend weiß interpretiert und berührt mich doch im Inneren, lässt bunte Erinnerungen aufleben. Vom Geruch des leckeren Bratens über die knarzende Holztreppe und der kleinen Stelle, die am Lack des Florian schon „abgepletzt“ war,…

Das Design der Firma koziol

spricht unsere Emotionen an, erzählt uns eine Geschichte, erinnert und und bringt uns ein klein wenig zum Lächeln. Die Produkte sind witzig, zeitlos, robust, schön in der Haptik. Es sind nützliche, meist fröhliche Begleiter für den Alltag.

Kann ein Produkt, eine Firma glücklich machen? Das dürfen Sie sich gerne selbst beantworten. Für mich trägt es sicherlich ein Stück weit dazu bei. Wenn ich mich mit Menschen, Tätigkeiten und Dingen umgebe und beschäftige, die mich positiv begleiten, ist es leichter, glücklich zu sein.

Und ganz ehrlich, spätestens wenn Sie eine Schneekugel schütteln und die Schneeflocken langsam durch die Flüssigkeit rieseln, da müssen Sie doch auch lächeln, nicht?

In diesem Sinne,

Ihre Frau B. und die Leidenschaft

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